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The Story of L.Allison

Allison, Luther (voc, g) nahm sein erstes Album Love Me Mama 1969 für Bob Koesters Blues-Label Delmark in Chicago auf, wurde 1971 als erster Bluesgitarrist von der Soulfabrik Motown verpflichtet, wo er vier LPs u.a. mit den Jazzmusikern Ray Anderson (b), Steve Khan (g) und den Brüdern Randy (ts) und Michael Brecker (tp) (u.a. Night Life, 1976) bespielte, erhielt aber erst Mitte der Neunziger in den USA Anerkennung als "ein Act, den man gesehen haben muß", so die Zeitschrift "Jazzthing"."Sein harter schwarzer Chicago Blues, den er mit viel Leidenschaft und Energie auf die Bühne brachte, setzte sich aus dem Blues seiner Vorbilder Elmore James, Freddie King, Magic Sam zusammen, erweitert um Elemente aus Groove und Funk, Soul, Gospel und Rock'n'Roll".

1996 erhielt er in Memphis, Tennessee, als bester Blueskünstler, bester Entertainer, bester Gitarrist, für das beste Blues-Album (Blues Streak) und den besten Blues-Song Watching You fünf W. C. Handy Awards. Als Antwort auf die oft gestellte Frage amerikanischer Musikjournalisten, wo er denn all die Jahre gesteckt habe, wartete der Musiker, der zwischen 1980 und 1994 in Paris lebte und in Europa zahlreiche LPs aufnahm, mit dem ironisch betitelten Album Where Have You Been? (1996) auf: Mitschnitte von den Montreux Jazz Festivals aus den Jahren 1976, 1983, 1984 und 1994. Am 17. August 1939 in Widener, Arkansas, geboren, wuchs er von 1951 an mit 13 Geschwistern im West Side-Ghetto von Chicago auf. Obgleich drei seiner Brüder in einer Gospelgruppe sangen und seine Mutter die Familie in ihrer Küche immer wieder zu Jam Sessions ermunterte, wollte er zunächst Baseball-Profi werden. Befreundet mit einem der Söhne von Muddy Waters und in Konkurrenz mit seinem Bruder Ollie, der eine Amateurband namens Rolling Stones leitete, gründete er 1957 nach Kenntnis weniger Gitarrengriffe seine erste Band The Four Jives. Rund ein Jahrzehnt gehörte er, von Musikanten wie Freddie King, Jimmy Dawkins, Jimmy Johnson, Eddie C. Campbell, Syl Johnson protegiert, zur Session-Crew der Chicagoer Blues-Clubs. 1968 nahm er in Kalifornien ein Album mit Sunnyland Slim auf und gab mit Santana, Jefferson Airplane, Johnny Winter Konzerte. Rund ein weiteres Jahrzehnt später, 1976 und 1977, gastierte er erstmals in Europa, trennte sich kurze Zeit später von seiner Frau Fanny Mae, Mutter seiner Söhne Luther T. und Bernard sowie seiner Stiefkinder Carolyn, Frank, Juliette, Rose, Joanne, Ray und Connie, und ließ sich mit seiner Managerin und Lebenspartnerin Carolyn "Rocky" Brown in Paris nieder. Das Album Bad Love (1994), seine erste in den USA aufgenommene Studio-LP seit zwanzig Jahren auf Alligator Records, leitete ein amerikanisches Comeback ein. Auf seinem letzten Album in Europa, Reckless (1997) mit Marla Glen als Gast, sang er in Drowning On The Bottom: "Auf dem Boden zu liegen ist nicht schlimm. Eine Schande ist es nur, nicht wieder aufstehen zu wollen."

Da hatten die Ärzte bei ihm schon inoperablen Lungenkrebs diagnostiziert, und die Versicherung weigerte sich, Behandlungs- und Pflegekosten zu übernehmen. Luther Allison starb am 12. August 1997 in Madison, Wisconsin, an einem Gehirntumor.

 

28.06.2015 03:54

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