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Australien

Sydney

Melbourne

Fiji-Inseln

 

Papua-Neuguinea

Great Barrier Reef

Kiribati

 

Geschichte

Der Kontinent wurde vermutlich vor über 50.000 Jahren von den südostasiatischen Vorfahren der Aborigines besiedelt. Im Zuge der Landnahme der Europäer wurden die Ureinwohner innerhalb von 100 Jahren von ca. 750.000 auf 70.000 dezimiert und in die kargen Gebiete Australiens gedrängt. Als erster namentlich bekannter Europäer entdeckte der Holländer William Jansz 1606 die Nordküste des Kontinents. 1770 wurde das Land durch James Cook für Großbritannien in Besitz genommen. Die ersten 900 Siedler - 700 Strafgefangene und ihre Bewacher - trafen 1788 ein und gründeten Port Jackson, die Keimzelle des heutigen Sydneys. Weitere Strafkolonien folgten, darunter Newcastle (1804) und Brisbane (1824).

Um 1830 lebten in Australien ca. 58.000 Sträflinge, davon 50.000 Männer. Auch freie Siedler kamen ins Land und gründeten u.a. Melbourne (1835) und Adelaide (1836). Doch erst der Goldrausch von 1851 führte zur ersten großen Einwanderungswelle. Die Deportationen stellte Großbritannien 1868 ein; ca. 161.000 Sträflinge waren nach Australien verbracht worden. Bis 1859 entstanden die 6 heutigen Bundesstaaten, die sich zunehmend Selbstverwaltung erstritten. Im Juli 1900 wurde eine bundeseinheitliche Verfassung von der Bevölkerung gebilligt und von Queen Viktoria von England gnädigst bewilligt. Am 1. Juli 1901 schlossen sich die australischen Kolonien zum "Australischen Staatenbund" zusammen. Zu dieser Zeit lebten rund 3.8 Millionen Australier überwiegend englischer und irischer Abstammung auf dem Kontinent. Im Ersten Weltkrieg an der Seite Großbritanniens verloren 60.000 Australier ihr Leben. Die Streitkräfte eroberten auf Neuguinea die deutschen Besitzungen. 1942 wurde der Australische Bundesstaat offiziell innen- und außenpolitisch vom Mutterland Großbritannien unabhängig. Die japanische Expansion im Zweiten Weltkrieg bedrohte auch Australien: 1942 bombardierte Nippons Luftwaffe die Stadt Darwin, Truppen des Kaiserreiches standen auf Neuguinea. Erst nach der Niederlage Japans in der Schlacht im Korallenmeer war mit Hilfe der USA das Gespenst einer Invasion Australiens gebannt. Seither unterhält der fünfte Kontinent enge Beziehungen zu den Nordamerikanern, unterstützte die USA in Korea, Vietnam und im Golfkrieg mit der Entsendung von Truppen. Seit Ende des 2. Weltkrieges ist Australien verstärkt Einwanderungsland: seine Einwohnerzahl hat sich mehr als verdoppelt. 1993 verkündete der damalige Premierminister Paul Keating nach seinem Staatsbesuch in Großbritannien das Ziel, Australien durch ein Referendum bis 2001 in eine Republik umzuwandeln. Der Wind insgesamt weht schärfer in Australien, nicht allein wegen der ungünstiger verlaufenden Konjunktur.

Landauf, landab hetzt Pailine Hanson mit ihrer national-rassistischen "One Nation"-Partei gegen die zunehmende Einwanderung aus Asien, vor allem aber gegen den "Ausverkauf" des Landes an die Aborigines. Politische Beobachter befürchten einen Vormarsch der rechtsextremen: Hanson, die 1996 One Nation gründete, macht sich - bei einem geschätzten Wahlpotential von 20% - erfolgreich die allgemeine Unsicherheit und den latenten Rassismus vieler Wähler zunutze und fordert u.a. die Lockerung des Waffengesetzes und die Abschaffung aller "Privilegien" für die rund 386.000 Ureinwohner. Der Streit um die Landrechte der Ureinwohner spaltet das Land. Der Oberste Gerichtshof hob 1992 die Rechtsfiktion auf, daß das Land bei der Ankunft der Europäer Niemandsland gewesen wäre. Damit wurden den Aborigines Zugangsrechte zu ihren religiösen Stätten und Anspruch auf Entschädigung eingeräumt. Doch unter der Regierung Howard mußten die Aborigines 1998 eine schwere Niederlage durch das Parlament hinnehmen: Canberra verabschiedete ein Gesetz, daß die teilweise Landrückgabe an die Urbevölkerung weiter begrenzte. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum hat Australien Mitte August 1999 aufgefordert, Nachforschungen über im Land untergetauchte Nationalsozialisten anzustellen. Australien sei ein Zufluchtsort für Mitverantwortliche des Judenmords im Dritten Reich gewesen. Mindestens 127 deutsche Wissenschaftler seien nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Australien gebracht worden, darunter rund 50 Nazis. In einer Volksabstimmung am 6.11.1999 lehnten etwa 55% der Australier die u.a. von der Labor-Opposition vorgeschlagene Verfassungsänderung zur Abschaffung der konstitutionellen Monarchie ab. Die britische Königin Elizabeth II. bleibt Australiens Staatsoberhaupt. Die australischen Wähler votierten mit klarer Mehrheit dagegen, dass ihr Staat zum 1.1.2001 in eine Republik umgewandelt wird. Der fünfte Kontinent ist seit dem Zusammenschluss der ehemaligen Kolonien 1901 eine konstitutionelle Monarchie im Commonwealth. Der monarchistische Premierminister John Howard (60) begrüßte die Ablehnung des Referendums. Er hatte aktiv gegen die Verfassungsänderung gearbeitet, für die außer der oppositionellen Labor-Partei auch der konservative Medienmogul Rupert Murdoch geworben hatte. Oppositionsführer Kim Beazley machte Regierungschef Howard für das Scheitern des Referendums verantwortlich. Der zugrunde liegende Vorschlag, einen künftigen Präsidenten von beiden Häusern des Parlaments mit Zweidrittelmehrheit wählen zu lassen, wurde von der Mehrheit der Australier abgelehnt. Sie wollten nach Umfragen nicht länger Untertanen der britischen Königin sein, ihren Präsidenten aber selbst wählen können. Dieser Aspekt war nach Ansicht von Wahlforschern entscheidend für das Scheitern des Referendums. Oppositionsführer Beazley versprach, bei einem Wahlsieg seiner Partei ein weiteres Referendum anzusetzen.
 


Die seit 31 Jahren existierende Aborigine-Botschaft in der australischen Hauptstadt Canberra ist am 19. Februar 2003 von der Polizei gestürmt und geschlossen worden. Die vom höchsten Gerichtshof des Hauptstadtterritoriums für illegal erklärte Vertretung der Ureinwohner auf der Wiese gegenüber dem Sitz des alten Parlaments wurde von 70 Polizisten, darunter einigen in voller Kampfausrüstung, im Morgengrauen umkreist. Zwei der Insassen wurden wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt vorübergehend festgenommen, nachdem Beamte mit Speeren und brennenden Ästen angegriffen worden waren. Arbeiter rissen unter wütenden Protesten der Bewohner den sechs Meter hohen Metallschuppen ab, der als "Botschaft" diente. Vertreter der Aborigines bezeichneten die Aktion als "Kriegserklärung" und kündigten an, in naher Zukunft erneut ein entsprechendes Gebäude zu errichten.

Die erste Aborigine-Botschaft war 1972 eröffnet worden und bestand damals lediglich aus einem Sonnenschirm und vier Aborigine-Aktivisten. Seither war die Einrichtung, die immer wieder abgerissen und neu aufgebaut wurde, Mittelpunkt zahlreicher Proteste und Zeremonien. Ihr politisches Ziel war und ist es, Forderungen nach Landrechten und Selbstbestimmung an die als "weiße Eindringlinge" empfundenen Einwanderer zu richten. Vor allem konservative Regierungen haben immer wieder versucht, die Protestierenden zu vertreiben. Die rund 300 000 Ureinwohner unter den 20 Millionen Australiern sind bis heute sozial stark benachteiligt.
 


Nach schweren, rassistisch motivierten Krawallen in Sydney mit zwei Dutzend Verletzten hat der australische Regierungschef John Howard zu Toleranz aufgerufen. Am 11.12.2005 hatten etwa 5 000 meist weiße Jugendliche Jagd auf Menschen mit arabischem Aussehen gemacht. Sie schwenkten australische Fahnen und riefen rassistische Sprüche. Menschen auf Grund ihrer ethnischen Zugehörigkeit und Erscheinung anzugreifen, sei "völlig inakzeptabel", sagte der Ministerpräsident. Er sehe aber keine unterschwelligen rassistischen Strömungen in der australischen Gesellschaft. Polizeiminister Carl Scully räumte ein, dass den Unruhen "ein Gebaren weißen Überlegenheitsdenkens" zu Grunde liege. Bei Vergeltungsaktionen wurden in der Nacht zum Montag etwa 100 Autos angezündet und australische Fahnen verbrannt.

Vor den Wahlen im Oktober oder November versucht die australische Regierung, ihre Bilanz zu schönen. Einem Zeitungsbericht vom 24.08.2007 zufolge sollen Regierungsmitarbeiter über
5 000 Mal Korrekturen in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia vorgenommen haben. Nachdem die Änderungen aufgeflogen sind, hat die Regierung ihren Mitarbeitern nun verboten, weiter Texte zu verändern, das sagte ein Sprecher.
 


Militär, Finanzminister und Regierungschef sollen von den Änderungen in besonderer Weise profitiert haben. Demnach wurden die Haftbedingungen für illegale Einwanderer und Berichte über das Militär geschönt und negative Einschätzungen zur Liberalen Partei von Regierungschef John Howards gestrichen.

Geographie

Der Inselkontinent Australien liegt zwischen dem Indischen Ozean, der Tasmansee und der Korallensee. Seine Landesfläche entspricht annähernd der der USA (ohne Alaska und Hawaii). Insgesamt hat der Kontinent zwar wenige Gebirge, doch gleichzeitig ist er der trockenste Erdteil; fast ein Drittel seiner Gesamtfläche nehmen Wüste und große Trockengebiete ein.

Das ostaustralische Hochland

Es erstreckt sich über 4.000 km im Osten des Kontinents von Cape York (Queensland) im Norden bis zur Bass Strait, die den Südzipfel des Kontinents von Tasmanien trennt. Den Höhenzügen der Great Dividing Range sind Küstenstreifen unterschiedlicher Breite vorgelagert - im Süden Queenslands bis zu 160 km, im südlichen New South Wales bisweilen nur 1½ km. Im äußersten Süden finden die Gebirge Tasmaniens ihre Fortsetzung in den südlichen Ausläufern der rund 3000 km langen Great Dividing Range. Nördlich daran anschließend liegen die Snowy Mountains in NSW, die einzige alpine Region, auch "Australische Alpen" genannt.
In dieser Bergkette befindet sich auch der höchste Berg des Kontinents, der Mount Kosciusko mit 2.229 m. Die Great Dividing Range (Großes Scheidegebirge) geht nach Westen hin sanft in das mittelaustralische Tiefland über, im Osten dagegen fällt es steil zur Küstenebene ab. In Queensland verbreitert sich die Range auf bis zu 500 km, mit Höhen von 500 bis 600 m, darunter viele erloschene Vulkane. Das Hochland bringt feuchte Luftmassen, die vom Meer her kommen, zum Abregnen und führt zu außerordentlicher Fruchtbarkeit.



Das mittelaustralische Tiefland

Das flache Land wird durch das ostaustralische Hochland und das westaustralische Plateau begrenzt. Es wird auch zentrales Becken genannt. Es reicht vom Golf von Carpentaria im Norden bis zum Spencer Golf im Süden. In frühen geologischen Zeitaltern war es vom Meer und später von großen Binnenseen überflutet. Die tiefste Senke findet sich im Bereich des Lake Eyre (-12 m NN). Zahlreiche Flüsse, die an den Westausläufern der Great Dividing Range entspringen, finden ihre Mündung in diesen abflusslosen Becken. Die ausgetrockneten Salzseen sind oft jahrzehntelang ohne Wasser. Nach episodischen Starkregenfällen kommt es zu Überschwemmungen der Flussbetten und Salzseen (z.B. Lake Eyre, Lake Frome), die dann zu Brutplätzen von unzähligen Pelikanen und anderer Wasservögel werden.

Im Süden schließen sich die Ebenen des Darling- und Murray-River an. Der Murray ist mit 2.575 km der längste Fluss des Kontinents und die wichtigste Trinkwasserquelle Südaustraliens. Die Beckenlandschaft der Murray-Darling-Region stellt mit ihren teilweise tief eingeschnittenen Flussbetten und weiten Überschwemmungsgebieten eine der interessantesten Landschaften dar. Andere Flüsse, wie der Snowy River, der ebenfalls in den australischen Alpen entspringt, sind nahe ihres Ursprungs aufgestaut worden, um Wasserkraftwerke und Bewässerungsreserven zu haben.
 


Mehr als die Hälfte aller Flüsse entwässern nicht in den Ozean, sondern versickern oder trocknen aus. Auf eine Distanz von ca. 1.600 km ist die Südküste ohne einen Zufluss aus dem Landesinneren. Die nicht ständig wasserführenden Flüsse werden "Creeks" genannt. Unter der Oberfläche der mittelaustralischen Senke befinden sich große Vorräte an artesischem Grundwasser, d.h. in porösem Stein eingelagerte Wassermengen, die unter hohem Druck stehen und entweder aus Quellen oder Brunnen an die Oberfläche kommen. Das Wasser des Great Artesian Basin entstammt den nach Westen führenden Abflüssen der Great Dividing Range. Auf einem langen, unterirdischen Weg nimmt das Wasser Sedimente und Mineralien auf. Dort, wo es an die Oberfläche tritt (natürlich oder angebohrt), hat es meist einen salzigen oder mineralischen Geschmack und ist für den Menschen ungenießbar. Die Ausbreitung der Viehzucht über weite Teile des Inlandes ist im wesentlichen der Entdeckung und Förderung dieser Wasservorräte zu verdanken.

Das westaustralische Tafelland

Das westliche Plateau hat eine durchschnittliche Höhe von 200-800 m und nimmt über die Hälfte des Kontinents ein. Die höchsten Erhebungen sind am Westrand die Darling Range, Hamersley Range und die Kimberley Region. Im Osten ist das Plateau durch die MacDonnell Ranges und die Musgrave Range unterbrochen. Die Inselberge Ayers Rock, Olgas und Mount Conner überragen das Plateau ebenfalls. Im Norden und Südwesten liegen Fluss-Systeme mit ganz- oder teiljähriger Wasserführung. Die übrigen Gebiete bestehen aus spärlich bewachsenen Wüsten (Great Victoria Desert, Gibson Desert und Great Sandy Desert), die noch Reste einstiger Fluss-Systeme zeigen.

Der größte Felsen der Welt

2,5 Kilometer lang und 1,6 Kilometer breit ist der Ayers Rock, der sich 348 Meter hoch aus der ansonsten brettebenen australischen Wüstenlandschaft erhebt. Dieser Berg wird von den australischen Ureinwohnern Uluri genannt und ist Mittelpunkt vieler Sagen und religiöser Vorstellungen. Der Felsen erscheint vollkommen kahl. Die Wände erheben sich fast senkrecht, sodass kaum Pflanzen wurzeln können. Nur am Fuß des Berges gedeiht Leben. Das spärliche Wasser rieselt die steilen Flanken herunter und das durch Verwitterung entstandene Geröll sammelt sich ebenfalls an den Seiten des Felsens und bietet Pflanzen Halt und Tieren Unterschlupf. Am beeindruckendsten an diesem gigantischen Felsen sind die Farben, mit denen ihn die Sonne je nach Tageszeit überzieht.

Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 18 18 17 14 11 9 9 9 11 13 16 17
Max. Temp °C 26 26 24 22 19 16 16 17 17 22 23 25
Feuchtigkeit % 66 68 69 70 70 70 68 64 61 61 63 64
Regentage 14 13 14 14 13 12 12 11 12 12 12 13

 

 

28.06.2015 03:54

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