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Christian Morgenstern

 

Christian Morgenstern wurde am 6. Mai 1871 in München geboren

Beide Eltern kommen aus Malerfamilien. Der Großvater ist der Maler Christian Morgenstern (1805-1867), ein damals bekannter Landschaftsmaler. Der Vater von Christian Morgenstern wurde auch Maler. Als Christian 10 Jahre alt ist, stirbt die Mutter. Sie war lungenkrank.
Der Vater zieht mit dem Sohn nach Starnberg, Christian kommt 1882 in ein Internat nach Landshut und ist dort unglücklich. Nach zwei Jahren verlässt er das Internat und zieht zurück zu seinem Vater nach Breslau. Der Vater hat inzwischen in Breslau eine Professur an der Kunstakademie angenommen.Am 31. März 1914 stirbt Christian Morgenstern in Meran-Untermais im Alter von 42 Jahren an seiner Lungenkrankheit (Tuberkulose).

 Die zwei Wurzeln


Zwei Tannenwurzeln groß und alt
unterhalten sich im Wald.

Was droben in den Wipfeln rauscht,
das wird hier unten ausgetauscht.

Ein altes Eichhorn sitzt dabei
und strickt wohl Strümpfe für die zwei.

Die eine sagt knig, die andere sagt knag.
Das ist genug für einen Tag.

Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.

Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrin der freche Hans.

Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrüber, da schneit es, hu!

Sie rücken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat's niemand nicht.

Sie hör'n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

 

                      

Septembertag

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit,
die dich befreit, zugleich sie dich bedrängt;
wenn das kristallne Gewand der Wahrheit
sein kühler Geist um Wald und Berge hängt.

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit...

 

                 

Oktobersturm

Schwankende Bäume
im Abendrot -
Lebenssturmträume
vor purpurnem Tod -

Blättergeplauder -
wirbelnder Hauf -
nachtkalte Schauder
rauschen herauf.

 

             

Novembertag

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
Drängt die Welt nach innen.
Ohne Not geht niemand aus,
Alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
Stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund
Träumen Mensch und Erde.

 

 

 

28.06.2015 03:54

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